Geschäftsbereich Konstruktive Ingenieurbauwerke


Quelle: LSBG

Geschäftsbereich Konstruktive Ingenieurbauwerke

Bauarbeiter bei den Bewehrungsarbeiten für den Neubau der Brücke Amsinckstraße
© LSBG/Wulf Schöning Neubau der Brücke Amsinckstraße.

Wer wir sind

Als Entwurfs- und Baudienststelle der Freien und Hansestadt Hamburg (FHH) kümmern wir uns im Geschäftsbereich gemeinsam mit dem Bauwerksbetrieb (Geschäftsbereich Betriebe) um die konstruktiven Ingenieurbauwerke der städtischen Verkehrsinfrastruktur. Hierzu zählen rund 740 Straßenbrücken, 425 Fuß- und Radwegbrücken sowie 155 weiter Ingenieurbauwerke, wie Tunnel, Trogbauwerke, Schilderbrücken, Stütz- und Lärmschutzwände.

Wir sind Realisierungsträger für den Neubau und größere Instandsetzungsmaßnahmen von konstruktiven Ingenieurbauwerken. Wenn andere Realisierungsträger im Zuständigkeitsbereich der FHH/der Behörde für Verkehr und Mobilitätswende (BVM) planen und bauen, vertreten wir die FHH als Anlageneigentümer und Wegebaulastträger. Weiterhin prüfen wir die Kostenunterlagen von Zuwendungsmaßnahmen, die durch die BVM finanziert werden. Wir bearbeiten schwerpunktmäßig die Themen Planung und Entwurf, statisch-konstruktive Prüfung und Bauüberwachung sowie Bauvertragsabwicklung und gewährleisten damit, dass die konstruktiven Ingenieurbauwerke der Stadt Hamburg standsicher, verkehrssicher und beständig sind. Als Mitglied von BIM.Hamburg und mit der Fachlichen Leitstelle iTWO beteiligen wir uns in der FHH maßgeblich daran das digitale Planen und Bauen zu entwickeln und umzusetzen.

Im Geschäftsbereich Konstruktive Ingenieurbauwerke arbeiten rund 85 Mitarbeiter:innen verschiedener Fachrichtungen. Dazu zählen Bauingenieurinnen und Bauingenieure und Bautechniker:innen, darunter diverse Fachleute für Stahl- und Schweißtechnik, Beton und Asphalt, aber auch Wirtschaftsingenieure und Wirtschaftingenieurinnen. Für unsere vielfältigen Aufgaben suchen wir immer motivierte neue Kolleginnen und Kollegen und freuen uns über Bewerbungen. 

 

 

Aufgaben und Leistungen

Aufgaben und Leistungen

Statische Prüfstelle

Die Bauwerke des öffentlichen Bauherrn, insbesondere jene, die den öffentlichen Verkehr betreffen, müssen standsicher sein und eine lange Lebensdauer haben. Die Aufgabe der statischen Prüfstelle ist es, alle Bauunterlagen, die zur Errichtung der Bauwerke erforderlich sind, in statischer und konstruktiver Hinsicht zu prüfen. So ist gewährleistet, dass die nach den Konstruktionszeichnungen erstellten Bauwerke allen Anforderungen genügen.

  • Durchführen statischer Vergleichsberechnungen, um Fehler auszuschließen ("4-Augen-Prinzip")
  • Prüfung der Bauunterlagen in schweißtechnischer Hinsicht
  • Beratung und Unterstützung aller Geschäftsbereiche in statisch-konstruktiven Fragen
  • Unterstützung des Geschäftsbereichs Betriebe im Rahmen des Bestandsmanagements bei der Bewertung des Bauwerksbestandes 
  • Ermittlung der Lebenserwartung der Bestandsbauwerke, um rechtzeitig Ersatzbauwerke planen zu können. 
  • Durchführen von Schadensanalysen und Beurteilung von Sanierungs- und Ertüchtigungsmaßnahmen
  • Genehmigung von Bauunterlagen zur Ausführung

Planung, Entwurf und Bau von Ingenieurbauwerken

Wir planen, entwerfen und bauen neue konstruktive Ingenieurbauwerke oder setzen sanierungsbedürftige Bauwerke instand. Die erforderlichen Projekte / Maßnahmen werden in der Regel auf Basis von regelmäßigen Bauwerksuntersuchungen (durchgeführt vom Bauwerksbetrieb im Geschäftsbereich Betriebe) identifiziert und gestartet. Wir begleiten die Maßnahmen von der frühen Entwurfsphase über die Abstimmung und Koordinierung der Baumaßnahme mit anderen Dienststellen und der Öffentlichkeit bis hin in die Ausführungsplanung und die Umsetzung.

  • Entwicklung verschiedener Varianten für die bautechnisch, wirtschaftlich und verkehrstechnisch beste Lösung 
  • Sicherstellung einer verantwortlichen Bauüberwachung, um eine fachgerechte und vertragsgemäße Abwicklung der Baudurchführung durch die ausführenden Baufirmen zu garantieren
  • Wichtig sind uns hohe fachliche Qualität, Wirtschaftlichkeit, Nachhaltigkeit und termingerechte Umsetzung
  • Wir übergeben Bauwerke final an den Geschäftsbereich Betriebe und stellen die anschließende Gewährleistungsüberwachung sicher

Innovation und Nachhaltigkeit im Bauwesen

Mit digitalen Methoden, den neuesten verfügbaren Technologien und einem nachhaltigem Handlungsprinzip stellen wir uns aktiv den Herausforderungen der Zukunft.  Um diese innovativen und nachhaltigen Arbeitsweisen im Bauwesen konsequent umzusetzen, greifen wir aktuelle Entwicklungen aus den drei folgenden Themeneinheiten auf und evaluieren die Mehrwerte für Bauprojekte und den Betrieb der Infrastruktur:

Digitale Methoden: Unternehmensweite und behördenübergreifende Einführung der digitalen Arbeitsmethode BIM (Building Information Modeling) im LSBG und in der FHH über eine Leitstelle BIM mit dem Fokus Tiefbau.

Technologien: Anwendung einer Ausschreibungs-Vergabe-Abrechnungs-(AVA-) Software und Aufbau der Fachlichen Leitstelle iTWO als zentrale Anlaufstelle für alle Baulastträger: innen in der FHH.

Handlungsprinzip: Aktive Auseinandersetzung mit den Nachhaltigkeitszielen der UN zur Optimierung der operativen Bauprojekte und des Betriebs von Infrastrukturbauwerken in der FHH auf Basis des Lebenszyklusansatzes.


 

Stadtplan
© LSBG

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