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Max-Brauer-Allee

Die Max-Brauer-Allee ist eine vielgenutzte Hauptverkehrsstraße. Hier teilen sich der Autoverkehr, Busse, Lieferverkehr, Radfahrende sowie Fußgängerinnen und Fußgänger einen relativ engen Straßenraum. Parkende Autos auf dem Mittelstreifen sowie der Baumbestand der Allee sind weitere herausfordernde Randbedingungen. Der LSBG hat unter anderem auf Grundlage eines umfangreichen Beteiligungsverfahrens eine Planung zum Umbau der Max-Brauer-Allee erstellt, die die vielen verschiedenen Belange bestmöglich berücksichtigt.

In der Max-Brauer-Alle teilen sich KFZ, Busse und Fahrradfahrende die Fahrbahn.

©LSBG


EINZELMAßNAHMEN

Auf der gesamten Länge der Max-Brauer-Allee gibt es verschiedene Bedarfe zur Stärkung des Umweltverbunds, also einer Aufwertung der umweltfreundlicheren Verkehrsarten des Rad-, Fuß- und öffentlichen Personennahverkehrs. Gleichzeitig muss die Leistungsfähigkeit dieser vielgenutzten Hauptverkehrsstraße in einem Ausgleich der unterschiedlichen Nutzungsarten gewährleistet werden. Der LSBG hat dazu verschiedene Maßnahmen entwickelt und setzt diese nach und nach um.

Pop-Up-Bikelane zwischen Holstenstraße und Stresemannstraße

Im November 2020 wurde in der Max-Brauer-Allee zwischen Holstenstraße und Stresemannstraße beidseitig eine der ersten Pop-Up-Bikelanes in Hamburg eingerichtet. Im Rahmen eines Verkehrsversuchs wurde diese Maßnahme evaluiert und schließlich im Jahr 2022 verstetigt.  

Umbau der Max-Brauer-Allee

Seit 2021 wird die Max-Brauer-Allee zwischen der Kreuzung Holstenstraße und dem Paul-Nevermann-Platz abschnittsweise im Hinblick auf die Stärkung des Umweltverbunds grundlegend umgebaut. Der erste Bauabschnitt (Kreuzung Holstenstraße) ist bereits fertiggestellt. Die Arbeiten im zweiten Bauabschnitt zwischen Eggerstedtstraße und Goetheallee sollen 2023 beginnen, der Abschnitt Goetheallee bis Paul-Nevermann-Platz wird voraussichtlich ab 2024 folgen.

Veloroute 12 zwischen Palmaille und Paul-Nevermann-Platz

Auch für den Abschnitt vom Paul-Nevermann-Platz bis zur mit der Kreuzung Palmaille bzw. Kloppstockstraße am Rathaus Altonaexistieren bereits Planungen des LSBG, die nach derzeitigem Stand wahrscheinlich mit dem ebenfalls geplanten Umbau der Königstraße zwischen Max-Brauer-Allee und Reeperbahn ab dem Jahr 2024 erfolgen können. Zu diesen Maßnahmen werden wir zu gegebener Zeit gesondert an anderer Stelle informieren.



AKTUELLE BAUMAßNAHMEN

1. Bauabschnitt: Knotenpunkt Max-Brauer-Allee/Holstenstraße

Zwischen Sommer 2021 und Frühjahr 2022 wurden die Arbeiten im ersten Bauabschnitt rund um die Kreuzung Max-Brauer-Allee/Holstenstraße durchgeführt. Dieser Abschnitt ist bereits fertiggestellt.

2. Bauabschnitt: Eggerstedtstraße bis Goetheallee

Die Bauarbeiten für den zweiten Bauabschnitt sollen im Jahr 2023 beginnen. Bereits ab dem Herbst 2022 werden dafür notwendige, vorbereitende Leitungsarbeiten begonnen. Die Verkehrsführung und Bauplanung für diesen Abschnitt befinden sich noch in der Abstimmung.

3. Bauabschnitt: Goetheallee bis Paul-Nevermann-Platz

Die Umsetzung der Planung befindet sich in Vorbereitung. Die Bauarbeiten werden voraussichtlich 2024 beginnen. Bereits im Jahr 2023 wird mit den dafür notwendigen, vorbereitenden Leitungsarbeiten begonnen.




DIE PLANUNG

Die hier zusammengefasste Planung zur Umgestaltung der Max-Brauer-Allee befasst sich mit dem Abschnitt von der Kreuzung Holstenstraße bis zum Paul-Nevermann-Platz. Die finalen Planunterlagen zur verstetigten Pop-Up-Bikelane zwischen Holstenstraße und Stresemannstraße finden Sie im Downloadbereich am Ende dieser Seite. Dort finden Sie auch die aktuellen Planunterlagen für den Abschnitt Palmaille bis Paul-Nevermann-Platz sowie für die Königstraße (Veloroute 12). Zu gegebener Zeit wird es zu diesen Teilprojekten weitere Informationen geben.

Planungsanlass

Die Planungen für die Umgestaltung der Max-Brauer-Allee zwischen Holstenstraße und Paul-Nevermann-Platz sind im Rahmen der Busoptimierung für die hier verlaufenden Metrobuslinien 20, 25 und 15 begonnen worden. Es stehen aber die Belange des Umweltverbundes insgesamt im Vordergrund - das heißt, es werden Verbesserungen für alle Verkehrsteilnehmenden, mit besonderem Augenmerk auf den ÖPNV, sowie den Rad- und Fußverkehr angestrebt. Insbesondere vor dem Hintergrund der 2020 erzielten „Einigung mit der Volksinitiative Radentscheid Hamburg“ wird die Verbesserung des Angebots für den Radverkehr vorangetrieben. 

Planungsziele

Detaillierte Informationen zu den verschiedenen Abschnitten können Sie den Planunterlagen im Downloadbereich am Ende dieser Seite entnehmen. Im Folgenden sind die grundlegenden Planungsziele zusammengefasst.

Radverkehr

  • In Fahrtrichtung Holstenstraße werden überwiegend Radwege mit baulicher Trennung zum Fuß- und zum Kfz-Fließverkehr (sogenannte Radwege Kopenhagener Art) oder baulich geschützte Radfahrstreifen vorgesehen. In Bereichen wo eine Protektion nicht möglich ist wird der Radverkehr auf Radfahrstreifen geführt.

  • In Fahrtrichtung Bahnhof Altona wird eine gemeinsame Spur für den Umweltverbund, also für Rad- und Busverkehr eingerichtet. Dieser überbreite, gemeinsame Fahrstreifen erstreckt sich von der Einmündung Eggerstedtstraße bis vor die Kreuzung Julius-Leber-Straße sowie ab der Julius-Leber-Straße bis kurz vor die Goetheallee. In den übrigen Bereichen wird der Radverkehr auf baulich getrennten Radfahrstreifen sowie Radwegen mit baulicher Trennung zum Fuß- und zum Kfz-Fließverkehr geführt.

  • In der Julius-Leber-Straße zwischen Max-Brauer-Allee und Goetheallee sind beidseitig Radfahrstreifen vorgesehen, die durch eine Breitstrichmarkierung vom KFZ-Verkehr getrennt werden. Im Einmündungsbereich Max-Brauer-Allee werden die Radfahrstreifen durch eine bauliche Protektion vom KFZ-Verkehr getrennt.

  • In den Kreuzungsbereichen sind je nach Erfordernis gesonderte Radfahrstreifen, gesonderte Fahrrad-Abbiegestreifen, Radfahrerfurten sowie Aufstelltaschen zum indirekten Abbiegen vorgesehen. 

  • An zahlreichen Einstiegpunkten sowie an besonderen Zielen innerhalb des Streckenverlaufes (z.B. an Kreuzungen, Einkaufsmöglichkeiten und Verwaltungseinrichtungen) wird eine Vielzahl neuer Fahrradabstellmöglichkeiten geschaffen.

  • An der Kreuzung Max-Brauer-Allee/Holstenstraße ist eine Stadtradstation mit 16 Stellplätzen geplant.

Fußverkeh

  • Die Gehwege werden in weiten Bereichen verbreitert und mit Betonplatten befestigt.

Motorisierter Individual Verkehr (MIV)

  • In Richtung Bahnhof Altona ist für den MIV zwischen der Kreuzung Holstenstraße und der Goetheallee eine einspurige Fahrbahn vorgesehen. Ab der Goetheallee stehen dem MIV zwei Spuren zur Verfügung.
  • In Richtung Holstenstraße wird der MIV bis kurz vor der Kreuzung Holstenstraße auf einem Fahrstreifen geführt.
  • In der Julius-Leber-Straße erhält der MIV pro Fahrtrichtung einen Fahrstreifen 

Öffentlicher Personalverkehr (ÖPNV)

  • In Fahrtrichtung Bahnhof Altona wird der ÖPNV über weite Strecken auf einer gesonderten Spur für den Umweltverbund geführt
  • Der ÖPNV erhält in der Max-Brauer-Allee eine Busbevorrechtigung an den Lichtsignalanlagen (LSA).
  • Die Bushaltestellen werden entsprechend der Anforderungen des Busbetriebs in Ihrer Länge bzw. in Ihrer Lage an den neuen Fahrbahnquerschnitt angepasst und barrierefrei ausgebaut.

Ruhender Verkehr

  • Durch die neue Querschnittsaufteilung sind mehrere Parkstände im Planungsgebiet neu anzuordnen bzw. umzubauen und einige Parkmöglichkeiten werden aufgrund der beengten Platzverhältnisse vollständig entfallen. Parkplätze für Menschen mit Behinderung werden weitestgehend beibehalten und in ihrer Lage den jeweils geplanten Situationen angepasst.
  • Es werden neue Ladezonen im Planungsbereich eingerichtet.

Baumbestand

  • Im Zuge der Querschnittsanpassungen auf der gesamten Planungsstrecke sind 39 Baumfällungen erforderlich. Als Ausgleich sind min. 42 Bäume als Ersatzpflanzungen vorgesehen. 
  • Es werden umfangreiche Maßnahmen zur Standortverbesserung des vorhandenen Baumbestandes, insbesondere des denkmalgeschützten Alleebereichs von der Goetheallee bis zur Eggerstedtstraße durchgeführt.
  • Es werden partiell sogenannte Blühstreifen entlang des Fahrbahnrandes angeordnet, die auch zum Urban Gardening genutzt werden können

Barrierefreiheit

  • An allen Querungen, Furten und Bushaltestellen sowie entlang der Radwege werden die Gehwege mit taktilen Leitelementen für Menschen mit Sehbehinderung ausgestattet.
  • Die Bordsteine werden an den getrennten Querungen auf 0 cm an den Sperrfeldern und 6 cm an den Richtungsfeldern abgesenkt. An den Querungen, an denen eine getrennte Querung nicht möglich ist, wird der Bordstein am Richtungsfeld auf 3 cm abgesenkt. Im Bereich der Haltestellen wird die Bordsteinkante auf 16cm angehoben um den Einstieg in den Bus zu vereinfachen.
  • Überfahrten aus Kopfsteinpflaster erhalten Streifen aus geschnittenem Kopfsteinpflaster. Dies macht es Menschen mit Mobilitätseinschränkungen leichter diese Bereiche zu queren

Planungsablauf

Paul-Nevermann-Platz bis Eggerstedtstraße 

Symbol für Auftragserteilung

Planungsauftrag erteilt, Beginn der Vorplanung

grünes Häckchen
Symbol für die Vorstellung im zuständigen Ausschuss

Beteiligungsprozess April 2016 bis Mai 2017
(für den gesamten Bereich Holstenstraße – Palmaille)

grünes Häckchen
Symbol für die erste Verschickung

Formale Abstimmung der Planung 

grünes Häckchen
Symbol für die Einarbeitung der Stellungnahmen zur Planung

Einarbeitung der Stellungnahmen zur Planung

grünes Häckchen
Symbol für die Schlussverschickung

Fertigstellung der Planung (Schlussverschickung)

grünes Häckchen
Symbol für die Vorstellung im zuständigen Ausschuss

Vorstellung der finalen Planung im zuständigen Ausschuss

grünes Häckchen
Symbol für die genaue Festlegung des Bauablaufs

Genaue Festlegung des Bauablaufs

roter Pfeil
Symbol für Baubeginn

Baubeginn

  • Eggerstedtstraße bis Goetheallee: 2023
  • Goetheallee bis Paul-Nevermann-Platz voraussichtlich: 2024



ÖFFENTLICHKEITSBETEILIGUNG

Der LSBG hat in den Jahren 2016 und 2017 für den Umbau der Max-Brauer-Allee zwischen Holstenstraße und Palmaille eine aktive Öffentlichkeitsbeteiligung durchgeführt, die dem formellen Planungs- und Entscheidungsverfahren vorgelagert wurde. Gemeinsam mit Interessierten vor Ort wurden in diesem Prozess Lösungen für den Umbau der Max-Brauer-Allee entwickelt. Das Ziel war, möglichst viele Belange der unterschiedlichen Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer zu berücksichtigen. Die Ergebnisse der Beteiligung sind in das formelle Planungs- und Entscheidungsverfahren eingeflossen. 

Der Beteiligungsprozess

  • Öffentliche Präsentation der Ergebnisse des Beteiligungsprozesses (8. Mai 2017)
  • Planungswerkstatt (26. November 2016)
  • Öffentliche Auftaktveranstaltung (31.Mai 2016)
  • Passantenbefragung in der Max-Brauer-Allee (April/Mai 2016)

Sämtliche Dokumente aus dem Beteiligungsprozess finden Sie im Downloadbereich am Ende dieser Seite.



DOWNLOADS

Planunterlagen



KONTAKT

Ihre Fragen zur Planung und Baumaßnahme richten Sie bitte an:
Symbol einer E-Mail lsbgkommunikation@lsbg.hamburg.de