2. Bauabschnitt, Straßenabschnitt Ost – Betty-Levi-Passage / Klopstockstraße bis Hohenzollernring
Der Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG), HAMBURG WASSER (HW) und der Hamburger Strom- und Gasnetzbetreiber Hamburger Energienetze (HNE) sanieren gemeinsam den nächsten, knapp 1,2 km langen Abschnitt auf der Elbchaussee von der Betty-Levi-Passage / Klopstockstraße bis zum Hohenzollernring. Ziel der gemeinsamen Arbeit ist es, Maßnahmen kooperativ zu bündeln und somit die Bauzeit deutlich zu verkürzen.
Die Arbeiten begannen am Montag, 31. März 2025 und schreiten sukzessive voran, sodass je nach Baufortschritt Teile des Abschnitts wieder freigegeben werden können. Dabei werden zunächst die Leitungen erneuert und teilweise die Hausanschlüsse neu gebaut (HW, HNE). Der LSBG wird den Straßenraum sanieren und die Fahrbahn grundinstandsetzen, beidseitig geschützte Radverkehrsanlagen herstellen sowie die schadhaften Gehwege instand bringen.
Bürger:innen Sprechstunde im Baubüro
Im Baubüro Elbchaussee haben Bürger:innen seit Mai jeden Dienstag die Möglichkeit, mit Kolleginnen und Kollegen der Gesamtprojektleitung von HAMBURG WASSER Ihre persönlichen Fragen zu klären:
gerade Kalenderwochen: 9 bis 11 Uhr
ungerade Kalenderwochen: 16 bis 18 Uhr
Alternative Kontaktmöglichkeiten Gesamtprojektleitung HAMBURG WASSER: per E-Mail oder Telefon +49 152 516 434 86 (Service-Zeiten: Montag bis Freitag, 9 bis 15 Uhr)
Wie ist der Verkehr während der Bauarbeiten geregelt?
Am Mittwoch, 3. September, haben im Bereich Große Brunnenstraße bis Hohenzollernring die Leitungsarbeiten von HNE sowie der Telekommunikationsunternehmen begonnen. Dies erforderte eine Sperrung für den Durchgangsverkehr bis zum Hohenzollernring. Die bereits vorher bestehende Sperrung wurde daher bis zum Hohenzollernring erweitert und gilt bis voraussichtlich Juli 2026 somit für das gesamte Baufeld in der Elbchaussee. LED-Tafeln vor Ort weisen auf die Sperrung hin. Die Entlastungsstrecke über die B431 steht in beiden Richtungen zur Verfügung. Verkehrsteilnehmer:innen wird empfohlen, den Ausschilderungen zu folgen.
Bei voranschreitendem Baufortschritt werden fertiggestellte Bereiche für den Verkehr wieder freigegeben. Insgesamt gesehen liegen die Arbeiten derzeit gut im Bauzeitplan.
Die zu sanierenden Leitungen verlaufen in einem sehr beengten Straßenraum unter der Fahrbahn und den Seitenflächen der Elbchaussee. Aufgrund des begrenzten Platzes muss in offener Bauweise gearbeitet werden. Das nimmt zwingend mehr Straßenraum in Anspruch. Um vor diesem Hintergrund die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmenden als auch den Arbeitsschutz für die Arbeitskräfte vor Ort gewährleisten zu können, ist eine Sperrung des Bereichs für den Durchgangsverkehr notwendig. Diese Entscheidung wurde in enger Abstimmung mit den Straßenverkehrsbehörden und der Polizei getroffen.
Die Fertigstellung des Abschnitts zwischen Betty-Levi-Passage / Klopstockstraße bis zum Hohenzollernring im Osten ist für Oktober 2026 angestrebt. Im Anschluss soll dann die Sanierung der Leitungen und der Verkehrsflächen im Bereich West vom Hohenzollernring bis zur Parkstraße folgen.
Rad- und Fußverkehr – Erreichbarkeit der Grundstücke
Fußgänger:innen können das Baufeld jederzeit passieren. Ab dem Hohenzollernring dürfen nur noch Rettungs- und Baufahrzeuge das Baufeld durchfahren. Die Erreichbarkeit der Grundstücke im Bereich Hohenzollernring bis Große Brunnenstraße für Anwohner:innen sowie Anlieger- und Lieferverkehr wird gewährleistet sein. Mit der Ausweitung der Sperrung ändert sich jedoch ab dem 3. September die Zufahrt: Diese ist über die Seitenstraßen Eggersallee, Fischers Allee, Susettestraße und Große Brunnenstraße möglich – ergänzend zu den bereits bestehenden Zufahrtsmöglichkeiten über Rothestraße und Klopstockplatz. Die betroffenen Anwohner:innen wurden mit einem Schreiben informiert
Umleitung des öffentlichen Personennahverkehrs
Mit der Baumaßnahme gehen auch Einschränkungen im Busverkehr einher. Die Buslinie 112 wird über die Holländische Reihe, Bernadottestraße und den Hohenzollernring umgeleitet. In diesem Zusammenhang wird die Haltestelle Rathaus Altona der Linie 112 an die Haltestelle der Metrobuslinie 15 verlegt. Die Haltestelle Susettestraße auf der Elbchaussee entfällt. Stattdessen werden auf der Umleitungsstrecke die Haltestellen Rothestraße und Fischers Allee der Metrobuslinie 15 mit bedient. Darüber hinaus verkehrt die Linie X86 (Bf. Altona – Teufelsbrück) wie bereits während des ersten Bauabschnitts der Elbchaussee zwischen S Klein Flottbek und Teufelsbrück.
BAUABLAUF
Bauablauf
Erster Bauabschnitt – Manteuffelstraße bis Parkstraße
Der LSBG, HW, GNH und SNH haben die Elbchaussee von Mai 2021 bis Dezember 2023 im ersten Bauabschnitt von der Manteuffelstraße bis zur Parkstraße gemeinsam als Kooperationspartner der INFRACREW HAMBURG saniert. Die umfangreiche Grundinstandsetzung der unterirdischen Leitungen sowie die Sanierung und Aufwertung des gesamten Straßenraums konnte in weniger als drei Jahren umgesetzt werden. In diesem Zeitraum wurden im Bereich zwischen der Manteuffelstraße und der Parkstraße: 4.200 Meter Trinkwasserleitung neu gebaut, 28.000 Quadratmeter Straßenfläche erneuert, 8.000 Meter Gehwege fertiggestellt, rund 2.500 Meter Kopenhagener Radwege gebaut, rund 4.000 Meter Gasleitung neu gebaut, 15.000 Meter Stromleitungen erneuert und 3.000 Meter Telekommunikationsleitungen verlegt.
Zweiter Bauabschnitt – Betty-Levi-Passage / Klopstockstraße bis Parkstraße
Der nächste, ca. 4. Kilometer lange Bauabschnitt von der Betty-Levi-Passage / Klopstockstraße bis zur Parkstraße wird ab 31. März 2025 in einer Kooperation zwischen LSBG, HW und HNE grundinstandgesetzt. Gebaut wird von Osten in Richtung Westen in zwei zeitlich aufeinander folgenden Straßenabschnitten:
Bereich Ost – Betty-Levi-Passage / Klopstockstraße bis Hohenzollernring
Bereich West – Hohenzollernring bis Parkstraße
DIE BAUARBEITEN IM DETAIL
Die Baumaßnahmen im Überblick
HAMBURG WASSER
HAMBURG WASSER(HW)ersetzt auf etwa 1,2 Kilometern Länge fast 120 Jahre alte Trinkwasserleitungen sowie Hausanschlüsse auf öffentlichem Grund. Die Trinkwasserversorgung ist während der gesamten Bauzeit sichergestellt. Um auch zukünftig die die Menschen in Hamburgs Westen zuverlässig mit Trinkwasser zu versorgen, erneuert HAMBURG WASSER insgesamt fast 3,5 Kilometer Rohrleitungen. Zudem übernimmt HAMBURG WASSER die Gesamtprojektleitung für den zweiten Bauabschnitt des Kooperationsprojekts Elbchaussee. Als solche steuert und koordiniert das Unternehmen die gemeinsamen Bautätigkeiten und hat die Oberbauleitung inne.
Hamburger Energienetze
Die Hamburger Energienetze (HNE)erneuern Stromkabel und Hausanschlüsse, um den gestiegenen Anforderungen an die Stromversorgung gerecht zu werden. Es werden Kabel im Mittel- und Niederspannungsnetz mit einer Länge von rund 23 Kilometer ausgetauscht. Auch die zum Teil über 60 Jahre alten Hausanschlüsse werden erneuert. Gleichzeitig werden Kommunikationsleitungen verlegt, um Netzstationen aus der Ferne digital ansteuern zu können. So lassen sich etwaige Störungen schneller beheben und die Versorgungsqualität erhöhen.
Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer
Der Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) wird den Straßenraum der Elbchaussee und Klopstockstraße zwischen Betty-Levi-Passage und Parkstraße auf einer Länge von ca. vier Kilometern sanieren. Dabei wird die Fahrbahn grundinstandgesetzt, beidseitig geschützte Radverkehrsanlagen hergestellt sowie die schadhaften Gehwege instandgesetzt. Es werden beidseitig, baulich von der Fahrbahn abgegrenzte, sog. „Kopenhagener Radwege“ gebaut, die in Bereichen von Kreuzungen und Bushaltestellen sowie Stellplätzen zu Radfahrstreifen aufgelöst werden. Alle Einmündungen werden zu Gehwegüberfahrten umgebaut, sodass eine kontinuierliche Führung des Radverkehrs entsteht.
Die vorhandenen Gehwege werden barrierefrei gestaltet und verbreitert. Des Weiteren werden neue barrierefreie Bushaltestellen gebaut. Vorhandene Bushaltestellen werden ebenfalls barrierefrei umgebaut. Zudem wird der LSBG im Zuge der Straßenbaumaßnahmen neue, barrierefreie Querungsmöglichkeiten inklusive neuer Ampelanlagen auf der Elbchaussee herstellen.
Die Planung berücksichtigt neben dem Wiedereinbau von historischen Baumaterialien (z. B. Pflaster, Borde) den Erhalt des historischen und ortsbildprägenden Baumbestands, um den Charakter der Elbchaussee zu bewahren. Notwendige Baumfällungen werden durch Neupflanzungen entlang der Elbchaussee überkompensiert. Das Ziel ist eine positive Baumbilanz. Es sollen nur dort Bäume weichen, wo es aus Platz und Gründen der Verkehrssicherheit zwingend erforderlich ist.
BAUPROJEKTZIELE
Verkürzung der Bauzeit und Verringerung der Beeinträchtigungen für Anwohnende sowie Verkehrsteilnehmende durch die Kooperation der Baulastträger,
eine für alle Verkehrsteilnehmer:innen sichere und komfortablere Elbchaussee,
zukunftsfähige und leistungsstarke Infrastruktur für die Anwohner:innen.
Beispiel für den neuen Straßenquerschnitt der Elbchaussee mit Fahrradsymbol (Piktogrammkette) auf der Fahrbahn (auf Höhe des Jenischparks mit Blick Richtung Osten).