Umbau Ehestorfer Heuweg

Der LSBG baut 2019 und 2020 die Verkehrsflächen im Ehestorfer Heuweg um. Die Geh- und Radwege entsprechen nicht mehr dem geforderten Standard und sind in einem schlechten baulichen Zustand. Auch die Fahrbahn und die Entwässerungseinrichtungen müssen dringend erneuert werden.

Umbau Ehestorfer Heuweg


Busfahrgäste erhalten künftig bessere Warteflächen und barrierefreie Haltestellen. Das Absetzen von Schulkindern wird zukünftig auf drei Kiss&Ride Parkplätzen im Bereich der neu geplanten Wendeanlage möglich sein. Bei der Planung hat der LSBG darauf geachtet, den Baumbestand möglichst zu erhalten. Für die erforderlichen Fällungen werden nach Abschluss der Bauarbeiten neue Bäume gepflanzt. Zusätzlich legt der LSBG in Abstimmung mit der Forstverwaltung ein Amphibienlaichgewässer im Waldbereich am Sennhüttenweg an.

Bauablauf

Entgegen ursprünglicher Planungen wird der Ehestorfer Heuweg zwischen der Cuxhavener Straße (B73) und der Landesgrenze Niedersachsen nicht auf kompletter Länge gesperrt, sondern ab März 2019 in zwei Bauabschnitten erneuert. Schule, Hotel und Gastronomiebetriebe vor Ort sind stets aus einer Richtung erreichbar. Anlieger gelangen jederzeit auf ihre Grundstücke. 

Derzeit ist es leider notwendig, dass der Ehestorfer Heuweg bis voraussichtlich Ende des Jahres zwischen der niedersächsischen Landesgrenze und der Straße Wulmsberg vollgesperrt werden muss. 

Am 11. September hat sich eine sogenannte Tagesöffnung während der Bauarbeiten am Ehestorfer Heuweg gebildet. Dabei handelt es sich um eine Versackung, die ca. 50-80 cm groß ist und eine Tiefe von ca. fünf Metern hat.

Der LSBG hat nach sofortiger Rücksprache mit dem Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie in Niedersachsen daraufhin den Bereich großräumig gesichert und die Arbeiten im Umfeld eingestellt. Ein Bergbau-Ingenieurbüro hat noch in der letzten Woche mit der gutachterlichen Begleitung begonnen. Der LSBG hat außerdem die Feuerwehr beauftragt, mögliche CO2-Austritte festzustellen. Es wurde tatsächlich ein erhöhter CO2-Wert an der Tagesöffnung gemessen, ein deutlicher Hinweis auf den Durchbruch zum alten Bergwerksstollen.

Aktuell wird der Bereich kontinuierlich kontrolliert, besonders mit Augenmerk auf die angrenzende Schule. Die Ergebnisse werden protokolliert. Die bis zum 28. September geplante Vollsperrung kann nicht aufgehoben werden. Nach jetziger Erkenntnislage wird diese bis Ende des Jahres aufrecht erhalten werden müssen.

Update zu den derzeitigen Arbeiten

Der LSBG führt derzeit am Ehestorfer Heuweg sogenannte Rammsondierungen durch. Diese Arbeiten sollen Erkenntnisse darüber bringen, wo und wie weitgehend anschließend Hohlräume verfüllt werden müssen. Die Hohlräume werden dann mit einem Spezialgemisch verfüllt, für das vor Ort Betonmischsilos installiert werden. Deshalb muss sowohl für die Sondierungen, als auch für die anschließende Verfüllung der Abschnitt zwischen Wulmsberg und der Landesgrenze Niedersachsen weiter für den Autoverkehr gesperrt bleiben. Das Ende der Vollsperrung und die Wiederaufnahme der wechselseitigen Verkehrsführung hängen von den Ergebnissen der notwendigen Sondierungen ab. Mit dem Abschluss der Arbeiten im ersten Bauabschnitt ist nach wie vor im Frühjahr 2020 zu rechnen.

Ursprüngliche Planung

Im Ehestorfer Heuweg hatte der LSBG in einem 200 Meter langen Bereich vor der Landesgrenze zu Niedersachsen eine Deckensanierung geplant. Weder der Fahrbahnzustand, noch das Umfeld erforderten eine umfangreiche Grundinstandsetzung. Es bestand  kein Bedarf für tiefergehende Boden-Erkundungen. Demzufolge sind die Baugrunduntersuchungen nur auf den Straßenflächen erfolgt, die instandgesetzt werden sollten. Bei diesen Untersuchungen wurden keine Aufwerfungen des Asphalts (sogenannte Verdrückungen) festgestellt. Daher ist der LSBG zu diesem Zeitpunkt davon  ausgegangen, dass der Stollen verfüllt ist und die Böden somit tragfähig sind. Dies wurde durch die Baugrunduntersuchungen bestätigt, bei der keine Auffälligkeiten festgestellt wurden. 

Desweiteren wurden im Bauverlauf alte Versorgungsleitungen in der westlichen Nebenfläche gefunden, die nicht im Katasterregister verzeichnet sind. Daher konnten die neuen Versorgungsleitungen nicht in diese Nebenflächen verlegt werden. Aus diesem Grund kam es zu Planungsanpassungen im Bauablauf. Die Versorgungsleitungen müssen unter die Fahrbahn gelegt werden, was einen kompletten Neuaufbau der Fahrbahn zur Folge hatte. Für diese Maßnahme ist ein wesentlich tieferer und umfänglicher Bau notwendig.

Die ursprünglich für den ersten Bauabschnitt eingerichtete wechselnde Einbahnstraßenregelung ist derzeit aufgehoben.   

Informationsveranstaltungen

Auf einer ersten öffentlichen Informationsveranstaltung am 28. Januar 2019 wurden Details zum geplanten Bauablauf vorgestellt. Aus den Rückmeldungen der Teilnehmenden ergaben sich erneut Prüfaufträge für die Planung. Weil die Vollsperrung des südlichen Ehestorfer Heuwegs im 1. Bauabschnitt eine hohe Belastung für Anwohner und Anlieger bedeutet hätte, wurde der Bauablauf erneut überarbeitet. 

Die Ergebnisse dieser überarbeiteten Planung für den 1. Bauabschnitt und weitere Details zum Bauablauf wurden am 27. Februar in einer zweiten öffentlichen Informationsveranstaltung im Landhaus Jägerhof vorgestellt.

Eine dritte öffentliche Informationsveranstaltung zum zweiten Bauabschnitt wird 2020 stattfinden.

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