Mehr Schlagkraft in der Baustellenkoordinierung

Verkehrsfluss, Kommunikation, Abstimmung: Vor knapp einem halben Jahr hat der Senat die Baustellenkoordinierung neu aufgesetzt. Getreu dem Motto „Die Stadt sind wir Alle“ wurde ein Maßnahmenpaket auf den Weg gebracht, mit dem Aufgaben gebündelt und Entscheidungswege vereinfacht werden sowie die Transparenz erhöht. Dieses Ziel verfolgen die Verkehrsbehörde mit dem Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer und der Hamburg Port Authority, die Innenbehörde mit Polizei und Feuerwehr, die Finanzbehörde mit den Bezirken sowie die Leitungsunternehmen gemeinsam. Die Umsetzung der im Dezember 2018 beschlossenen 24 Punkte befindet sich in vollem Gange. Wie angekündigt, sind nun im Mai die ersten Ergebnisse zu sehen. ​​​​​​​

Mehr Schlagkraft in der Baustellenkoordinierung


Einen Teil davon hat Senator Michael Westhagemann heute vorgestellt: „Wenn auf meinem Weg gebaut wird, will ich rechtzeitig wissen, was gemacht wird und auch währenddessen stets darüber im Bilde sein. Und dass auf einer Umleitungsstrecke möglichst keine Baustelle liegt, soll gewährleistet sein. Mit unseren Maßnahmen und einem schlagkräftigen Team wollen wir dafür sorgen, dass der Verkehr trotz Baustellen flüssig bleibt und dass schnell und eindeutig kommuniziert wird. Klar ist aber auch, dass dieser Senat weiterhin das Hamburger Straßennetz sanieren und die gesamte Infrastruktur in Schuss bringen muss, Baustellen weiterhin im Stadtbild zu sehen sein werden und sie durchaus für Behinderungen sorgen können. Diese aber wollen wir so gering wie möglich halten.“

Senator Andy Grote: „Unser Anspruch muss sein, dass wir bei allen notwendigen Investitionen in unsere Infrastruktur immer noch gut durch die Stadt kommen. Dazu müssen alle Hand in Hand arbeiten und sich noch besser koordinieren. Auch wir als Innenbehörde leisten dafür unseren Beitrag. Denn auch Falschparker in zweiter Reihe oder auf Radfahrstreifen behindern den Verkehrsfluss, weshalb wir sie noch stärker ins Visier nehmen. Darüber werden die einzelnen Polizeikommissariate, bei denen alle straßenverkehrsbehördlichen Anordnungen zusammenlaufen, noch intensiver in die Koordination miteinbezogen und personell deutlich verstärkt, um eine bestmögliche Gesamtabstimmung zu ermöglichen.“

Konkret wurden bisher diese Maßnahmen umgesetzt:

Baustellenkarte:

Interaktive Karte unter hamburg.de/baustellen, die durch Anklicken eines Infopunkts detailliert über einen Steckbrief Auskunft über die Baumaßnahme gibt.

Tägliche Störungsvorhersage:

Bereits jetzt werden auf der Baustellenkarte auch Baustellen der nächsten 7 Tage dargestellt. Sogenannte Hotspots lenken zusätzlich die Aufmerksamkeit der Nutzer. 
Die Koordinierungsstelle im LSBG erstellt aus diesen Hotspots außerdem werktäglich eine Störungsvorhersage für die nächsten drei Tage, die z.B. dem Verkehrsfunk zur redaktionellen Aufbereitung zur Verfügung gestellt werden soll.

Hotline:

Vertiefende Informationen über eine Baumaßnahme sind über die neue Hotline 040 42828-2020 beim Telefonischen Hamburg-Service erhältlich.

Baustellenschild für kooperative Baumaßnahmen:

Gemeinsames Baustellenschild der städtischen Baulastträger, das Transparenz der Bauabläufe aufzeigt.

Monatliche Regionalkonferenz:

Einmal monatlich treffen sich Bezirke, Polizei, Leitungsunternehmen, HPA und LSBG

mit dem Ziel, die Informationslage zu verbessern und bei Fehlentwicklungen frühzeitig eingreifen zu können.

Morgenrunde:

In einer täglichen Telefonkonferenz tauschen sich Polizei und Verkehrskoordinatoren über die aktuelle Situation aus.

Verkehrskoordinatoren:

In jedem Bezirk werden künftig jeweils zwei Verkehrskoordinatoren eingesetzt. Sechs der  14 Stellen sind bereits besetzt, bis Juli werden es 12 sein.

Baustellenüberwachung:

Der LSBG schult gerade neue Mitarbeiter, die künftig schnell, flexibel und unkompliziert Baustellen ins Auge nehmen und gegebenenfalls Maßnahmen zur Verbesserung einleiten sollen.

Personalaufbau bei der KOST:

Seit Dezember wurden bereits sieben neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingestellt, drei weitere sind vorgesehen – zuvor waren es überhaupt nur sechs.

BAB-Koordinierung:

Für die Hamburger Autobahnabschnitte setzt die Polizei Hamburg seit einiger Zeit spezielle Autobahn-Teams ein, die ihr Hauptaugenmerk auf die Baustellenabwicklung und Gewährleistung des Verkehrsflusses richten.

Überwachung des ruhenden Verkehrs:

An besonders kritischen Streckenabschnitten im Hamburger Straßenverkehr wird die Überwachung des ruhenden Verkehrs noch einmal verstärkt, um Störungen des Verkehrsflusses zu verringern. Hierzu zählt insbesondere das Parken in zweiter Reihe sowie auf Radfahrstreifen.

Prozessoptimierung zur Störungsbeseitigung:

Die Polizei Hamburg befasst sich derzeit mit verschiedenen Aspekten zur Prozessoptimierung hinsichtlich Maßnahmen der Verkehrsunfallaufnahmen und Störungsbeseitigungen, u. a. mit dem Konzept „Abschleppen und Bergen von Liegenbleibern und Unfall-Fahrzeugen auf der BAB 7 nördlich und südlich des Elbtunnels bis zur jeweiligen Landesgrenze“.

Verkehrsflussverbessernde Maßnahmen:

Bereits jetzt werden verkehrsflussverbessernde Maßnahmen angewandt, wie etwa die verkehrslastabhängige Verkehrsführung auf der B5 oder die geplanten innerstädtischen Querungen beim Bau des Altonaer Deckels.