U Farmsen

Umgestaltung U Farmsen

Ein visualisierter Überblick aus der Vogelperspektive von der Neugestaltung des Haltestellenumfelds U Farmsen, BLickrichtung ist stadtauswärts vom Standpunkt Am Luisenhof/August-Krogmann-Straße aus
© LSBG

Umgestaltung U Farmsen

Aktuelles

📢 Es geht los!

Die vorgezogenen Bauarbeiten im Bereich der Busüberlieger sowie der Wendeanlage Am Luisenhof sind abgeschlossen und der eigentliche Umbau des Haltestellenumfelds U Farmsen startet ab dem Frühjahr 2027. Vorab bauen die Hamburger Energienetze (HNE) und Hamburg Wasser (HW) bereits ab Februar 2026 ihr Leitungsnetz aus. Bereits jetzt finden vor Ort notwendige Fällarbeiten und Grünschnitt statt. Insgesamt wird es nach dem Umbau aber grüner und lebenswerter!

Hintergrund

Neugestaltung des gesamten Haltestellenumfelds U Farmsen

Das gesamte Haltestellenumfeld U Farmsen ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt und ein Ort, an dem an Werktagen über 50.000 Fahrgäste ein-, aus- und umsteigen. Wir möchten das Miteinander aller Verkehrsteilnehmenden rund um diesen Knotenpunkt verbessern. Dafür wird ab Frühjahr 2027 der gesamte Straßenraum zwischen den Kreuzungen Berner Heerweg und Am Luisenhof umgestaltet. Erste Arbeiten werden bereits im Laufe des Jahres 2026 im Untergrund an den wichtigen Versorgungsleitungen durchgeführt (Wasser, Strom, Energie).

Anlass der Planung

Das Miteinander aller Verkehrsteilnehmenden rund um diesen Knotenpunkt soll besser werden. Zur Hauptverkehrszeit fahren die Busse 26, 27, 167, 168, 171, 567 und die U-Bahn U 1. Hinzu kommen die Linien 368 und 617 im Spät- bzw. Nachtverkehr. Werktags zwischen 7.00 und 8.00 Uhr erfolgen ab der Haltestelle U Farmsen fast 100 Abfahrten. Im Schnitt fährt hier alle 36 Sekunden ein Bus oder eine Bahn ab. Alle Buslinien und die U 1 zusammengerechnet, nutzen werktags insgesamt rund 52.000 Fahrgäste den Bereich U Farmsen zum Ein-, Aus- und Umsteigen.

Das Miteinander aller Verkehrsteilnehmenden rund um diesen Knotenpunkt soll besser werden. Dafür wird ab Frühjahr 2027 der gesamte Straßenraum zwischen den Kreuzungen Berner Heerweg und Am Luisenhof umgestaltet.

Dabei ist auch das Ziel, die mangelnde Aufenthaltsqualität im Bahnhofsumfeld zu verbessern, vorhandene Konfliktsituationen zwischen Kfz und Bussen zu minimieren, die vorhandenen Wegebeziehungen zwischen der U- Bahnstation und den Bushaltestellen zu erleichtern, die Übersichtlichkeit zu erhöhen, sowie das Raumangebot für alle Verkehrsteilnehmenden durch eine Neuordnung des Fuß- und Radverkehrs zu optimieren.

Projektgebiet

Das Projektgebiet liegt im Stadtteil Farmsen-Berne im Bezirk Wandsbek und reicht von den Einmündungen der Straßen Vom-Berge-Weg im Westen sowie der Straße Mahlhaus im Nordwesten bis zur Höhe der Heilig-Geist-Kirche im Rahlstedter Weg östlich der Kreuzung August- Krogmann-Straße / Berner Heerweg sowie an dieser Kreuzung je ca. 100 Meter weit in die Kreuzungsarme der Straße Berner Heerweg hinein.

Die Grafik zeigt in einer roten Umrandung auf einer Karte das Projektgebiet
© Hamburger Energienetze/Geoonline

Ziele

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Die Planung

Gemeinsam geht das - Wir sagen Danke!

Die Planungen zum Umbau des Haltestellenumfelds U Farmsen wurden im Frühjahr 2025 fertiggestellt. Für den Umbau haben wir Sie seit 2019 regelmäßig um Ihre Meinungen und Vorstellungen gebeten und möchten uns an dieser Stelle noch einmal sehr für die Mitarbeit und den konstruktiven Dialog bedanken. 

Als ein wichtiges Ergebnis der Öffentlichkeitsbeteiligung haben wir bereits 2025 die Verkehrssituation vor Ort entspannt und neue sogenannte Überliegerplätze Am Luisenhof gebaut. Ein weiterer wichtiger Aspekt der Beiträge aus unserem Beteiligungsverfahren war die Verbesserung der Barrierefreiheit. Deswegen wird im Zuge unserer Bauarbeiten unter anderem eine neue Rampenanlage am südlichen U-Bahn Ausgang zur barrierefreien Erschließung des EKT Farmsen entstehen.

Alle Informationen zum abgeschlossenen Beteiligungsverfahren finden Sie unter dem Kapitel Partizipation. 

Eine Visualisierung des Umbaus U Farmsen aus der Nutzendenperspektive der Geh- und Radwegflächen, Blickrichtung stadteinwärts
© LSBG

Das haben wir vor

Die offiziellen und umfangreichen Planunterlagen finden Sie im Downloadbereich. Hier haben wir einige der Punkte zusammengefasst, die wir verbessern wollen:

Autoverkehr

Die Querschnitte der Straßen werden weitgehend beibehalten, mit Anpassungen zur Schaffung von Busbuchten, Radwegen und Gehwegen.

Radverkehr

Radwege werden farblich abgesetzt und entweder einspurig geführt oder, wo es uns möglich war, als Zweirichtungsradweg (z.B. auf der Nordseite der August-Krogmann-Straße). Auch dies war eine häufige Anregung im Beteiligungsverfahren, die wir aufgegriffen haben, unter anderem um einen sichereren Schulweg zu schaffen. 

Fußverkehr & Barrierefreiheit

Die Gehwege im Planungsgebiet werden alle eine Breite zwischen 1,95 Metern und 4 Metern erhalten und sind optisch und taktil von Radwegen getrennt. Fußgängerampeln werden barrierefrei gestaltet, um sichere Querungen für alle Nutzergruppen, einschließlich Menschen mit Mobilitätseinschränkungen und seheingeschränkten Personen, zu ermöglichen.
Der Bau von Busbuchten und Haltestellen erleichtert den Zugang zu den Bussen und somit die Nutzung des ÖPNV für Menschen mit eingeschränkter Mobilität. Die Wegebeziehungen zwischen U-Bahnstation und Bushaltestellen werden berücksichtigt, um kurze und barrierefreie Umsteigewege zu gewährleisten. Die Ausstattung der Gehwegflächen umfasst außerdem neue Fahrgastunterstände mit Sitzmöglichkeiten, die den Komfort für alle Nutzenden erhöhen und auch für mobilitätseingeschränkte Personen nutzbar sind

ÖPNV & Bushaltestellen

Die Bushaltestellen rund um die U-Bahnstation Farmsen werden modernisiert, um den Komfort und die Zugänglichkeit für Fahrgäste zu verbessern. Die neuen Überliegerplätze für Busse sind bereits fertiggestellt. Bei den noch anstehen Bauarbeiten werden auch die Haltestellen und die Verkehrsführungen neu geordnet. Neue Ampelanlagen mit Busvorrangschaltungen sollen den Verkehrsfluss für Busse verbessern und Wartezeiten reduzieren. Die Buslinien verkehren mit festen Takten, viele enden oder wenden an der U-Bahnstation Farmsen, die als wichtiger Umsteigepunkt ausgebaut wird.

Parken & ruhender Verkehr

Es sind Parkbuchten mit Parkscheibenregelung vorgesehen, um eine geordnete und zeitlich begrenzte Nutzung der Parkplätze zu gewährleisten. Bisherige Parkplätze entfallen zum Teil zugunsten neuer Flächen für den Fuß- und Radverkehr sowie neuer Bushaltestellen. Spezielle Parkplätze für Elektrofahrzeuge mit Ladesäulen sind eingeplant, um die Elektromobilität zu fördern und eine nachhaltige Verkehrsentwicklung zu unterstützen. Es wird nach wie vor Taxistände geben. Auch Ladezonen für Anlieger:innen werden eingerichtet, um die Versorgung und Belieferung der angrenzenden Gewerbe- und Wohngebiete sicherzustellen. Im EKT Farmsen stehend darüber hinaus kostenlose Parkplätze zur Verfügung.

Begrünung & Aufenthaltsqualität

Die heutigen Grünflächen umfassen 102 Laubbäume verschiedener Arten, die im Rahmen der Planung bewertet wurden und soweit möglich erhalten werden. Bei der Planung neuer Einfassungen an Bestandsbäumen wird auf eine offene und begrünte Baumscheibe von mindestens 10 m² geachtet, um den Bäumen ausreichend Raum für Wurzelwachstum und Wasseraufnahme zu bieten. Eine zusätzliche Versiegelung von Flächen wird vermieden.
Neue Grünstreifen werden insektenfreundlich und pflegeleicht angelegt, was zur Förderung der Biodiversität beiträgt und einen positiven ökologischen Effekt im urbanen Raum erzielt. Die Grünflächen sind mit Rasenmulden zur Versickerung von Oberflächenwasser ausgestattet, was nicht nur der Entwässerung dient, sondern auch die Aufenthaltsqualität durch eine naturnahe Gestaltung verbessert. Die neuen Fahrgastunterstände, Sitzmöglichkeiten, Beleuchtung und weitere Elemente tragen zur Steigerung der Aufenthaltsqualität bei, indem sie Komfort und Sicherheit erhöhen. Die Beleuchtung im gesamten Planungsgebiet wird modernisiert und umfasst LED-Leuchten sowie spezielle Leuchten an Zugängen und Plätzen, was ebenfalls die Sicherheit und das Wohlbefinden insbesondere in den Abendstunden verbessert.

Ein visualisierter Überblick aus der Vogelperspektive von der Neugestaltung des Haltestellenumfelds U Farmsen, BLickrichtung ist stadtauswärts vom Standpunkt Am Luisenhof/August-Krogmann-Straße aus
© LSBG

Partizipation

Der Beteiligungsprozess - ein Rückblick

Gespräche und erste Beteiligung (2019)

Im Rahmen eines mehrstufigen Beteiligungsverfahrens wurden Anfang 2019 mehr als 30 Gespräche mit unterschiedlichen Akteurinnen und Akteuren geführt. Dazu gehörten unter anderem Initiativen und Vereine aus dem Stadtteil. Ziel war es, Ideen, Anregungen und auch Bedenken frühzeitig aufzunehmen.
Ergänzend dazu fanden im März 2019 

Entwicklung erster Konzepte

Auf Grundlage der eingegangenen Hinweise, Anregungen und Ideen wurden verschiedene Lösungskonzepte für die Verkehrsplanung erarbeitet.
Im November 2019 folgten:

  • ein Workshop für Gewerbetreibende sowie
  • ein öffentlicher Workshop für alle Interessierten

Dort wurden die Konzepte vorgestellt und in Kleingruppen diskutiert. Die Teilnehmenden konnten direkt mit dem Planungsteam des LSBG ins Gespräch kommen, Vorschläge bewerten und ihre Meinungen an vier Thementischen zu Fußverkehr, Radverkehr, Autoverkehr und öffentlichem Nahverkehr einbringen.

Was ist aus Ihren Ideen geworden?

Nach den Workshops wurden die zahlreichen Anmerkungen und Hinweise zusammengeführt und fachlich abgewogen. Darauf aufbauend erarbeitete und stimmte das Planungsteam des LSBG ein Lösungskonzept für die zukünftige Verkehrsführung ab. Nach der Entwicklung des Verkehrskonzepts bestand zudem die Möglichkeit, online Feedback zum Freiraumkonzept zu geben.

Weiterentwicklung und Abschluss

Abschließend erfolgte eine erneute planerische Prüfung und Weiterentwicklung des Lösungskonzepts. Aufgrund der hohen Komplexität vor Ort, des großen Abstimmungsbedarfs sowie weiterer Umstände – etwa der Corona-Pandemie – nahm dieser Prozess mehr Zeit in Anspruch als ursprünglich vorgesehen.

Die thematischen Schwerpunkte aus dem Beteiligungsverfahren haben wir im Folgenden noch einmal für Sie zusammengefasst.

Zentrale Themen aus dem Beteiligungsprozess

Barrierefreiheit

Der Bau einer barrierefreien Rampe zur Erschließung des EKT Farmsen war ein zentraler Wunsch aus dem Beteiligungsprozess. Gemeinsam mit engagierten Verantwortlichen vor Ort und als Teil des Gesamtverkehrskonzepts können wir dies umsetzen. Die Baumaßnahmen an der Rampe werden schnellstmöglich, eventuell bereits frühzeitig noch vor dem Umbau des gesamten Haltestellenumfelds, beginnen. Ein genauer Baubeginn ist aber noch in Abstimmung.

Überliegersituation der Busse

Die Überplanung der aktuellen Überliegersituation (Wartepositionen der Busse) wurde bereits frühzeitig aus dem weiteren Beteiligungsprozess herausgelöst. Das Vorziehen dieser Maßnahme war ein konkretes Ergebnis des Beteiligungsprozesses, da von einem gestiegenen Bedarf aufgrund der Ausweitung des Verkehrsangebotes auszugehen war. Die Überliegeranlage ist 2025 fertiggestellt worden und die Verkehrsfreigabe ist bereits erfolgt. 

Konfliktfreie Wegeführung für den Fuß- und Radverkehr

Das Konfliktpotenzial zwischen Fuß- und Radverkehr durch eine eindeutige Radwegeführung und die Trennung von Fuß- und Radverkehr zu reduzieren.

Klarere Führung des Straßenverkehrs

Auch zum Autoverkehr gab es zahlreiche Rückmeldungen. Gewünscht wurde unter anderem eine bessere Verkehrsführung an den Kreuzungen in Verbindung mit fußgängeroptimierten Ampelschaltungen. Auch wurde, besonders zu Stoßzeiten, auf das hohe Verkehrsaufkommen hingewiesen.

Verbesserte Aufenthaltsqualität und Übersichtlichkeit

Zudem wiesen viele Teilnehmende auf unübersichtliche Situationen an den Bushaltestellen hin, da in diesem Bereich Fußgängerinnen und Fußgänger mit dem Radverkehr und den ein- und aussteigenden Fahrgästen konkurrieren. Zusätzlich wurde eine Anpassung der Bushaltestellen hinsichtlich der Umsteigebeziehungen gewünscht.

Eine Gruppe von Menschen die einem Redner zuhört.
© colourbox

Downloads

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Kontakt

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Wir freuen uns über Ihr Interesse an diesem Bauprojekt.
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✉️ lsbgkommunikation@lsbg.hamburg.de