Umgestaltung Ferdinandstor

Durch die Entwicklung der HafenCity zu einem Stadtteil mit Wohn- und Gewerbenutzung wird sich die Verkehrsbelastung in den umgebenden Stadtteilen deutlich erhöhen. Für die äußere Erschließung der HafenCity wurden bereits verschiedene Kreuzungen im Straßennetz untersucht und auch teilweise umgestaltet. Auch die Kreuzung Ferdinandstor wurde in den Jahren 2015 und 2016 umgebaut, um dem steigenden Verkehrsaufkommen zu genügen.

Ferdinandstor - Umbau - Hamburg - FHH

 

Die Straße Ferdinandstor liegt mitten in der Innenstadt zwischen Binnen- und Außenalster. Westlich schließen die Kennedybrücke und die Lombardsbrücke an die Straße an. Östlich liegen die Hamburger Kunsthalle, der Wallringtunnel und der Hauptbahnhof.

Neben dem steigenden Kfz-Verkehr gibt es an der Kreuzung Am Ferdinandstor aufgrund der Nähe zur Alster auch viele Fußgänger und Fußgängerinnen und Radfahrende. Der Radfahrerverkehr ist insbesondere auch an Werktagen hoch. Die Velorouten 5 und 6 sowie die Freizeitrouten 2 und 3 führen durch die Straße Ferdinandstor. Außerdem ist dies eine wichtige Ost-West-Verbindung im Innenstadtbereich.

Vorbereitung auf zunehmenden Autoverkehr

vergrößern Luftbild Visualierung Ferdinandstor So sieht die Kreuzung Ferdinandstor nach der Umgestaltung aus (Bild: LSBG) Der LSBG teilte die Fahrstreifen an der Kreuzung Ferdinandstor neu auf und verbesserte die Abbiegemöglichkeiten. Somit kann der zukünftig zunehmende Kfz-Verkehr besser fließen und die Unfallrisiken beim Spurwechsel sinken.

Die Ein- und Ausfahrten des Wallringtunnels wurden an die neue Fahrstreifenaufteilung angepasst. Am Südende des Wallringtunnels wurde die nicht mehr benötigte Busrampe in der Mitte der Fahrbahnen zurückgebaut. Dadurch konnte die Anzahl der Fahrstreifen aus dem Tunnel in Richtung Süden von zwei auf vier erhöht werden.

Verbesserte Verkehrsführung für Radfahrer

Vor der Umgestaltung verliefen Geh- und Radwege in vielen Teilen parallel auf engem Raum. Die Radfahrenden können nun eigene Radfahrstreifen auf der Fahrbahn nutzen, so dass sie und die Fußgänger mehr Platz erhalten. Die Verkehrsführung für Radfahrer ist übersichtlicher und sicherer geworden. Fußgänger und Radfahrer können die Kreuzung durch eine verbesserte Ampelschaltung ohne Unterbrechungen überqueren.

Barrierefreie Anbindung der Kunsthalle

vergrößern Umbau der Kunsthalle (Bild: WES LandschaftsArchitektur) Die Verkehrsführung für Radfahrer und Fußgänger auf der Nordseite des Glockengießerwalls war unbefriedigend. Sie mussten sich eine enge Nebenfläche zwischen der Stützmauer vor der Kunsthalle und den Bäumen am Straßenrand teilen. Durch den Umbau der Fläche ist die Kunsthalle für Besucher und Besucherinnen besser erreichbar.

Die Treppe zur Kunsthalle wurde verlängert und erhielt ein zweites Zwischenpodest. Zusätzlich gibt es nun eine Rampe, die den barrierefreien Zugang zum Haupteingang ermöglicht.