Überplanung des Straßenzuges Krausestraße - Mühlenstraße - Brauhausstraße - Hammer Straße

Die Straßen Krausestraße, Mühlenstraße, Brauhausstraße und Hammer Straße sind wichtige Hauptverkehrsstraßen in Hamburg. Mittlerweile weisen sie erhebliche Defizite auf. Die Radwege fehlen bzw. sind zu schmal und in einem schlechten Zustand, die Gehwege sind zu schmal, die Parkstände sind zu schmal und ungenügend befestigt und die Fahrstreifenaufteilung ist ungünstig. Kurzum: Die Aufteilung des Straßenraums entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen der Verkehrsteilnehmer.

LSBG - Überplanung Krausestraße - Hamburg - FHH

Um diese Mängel zu beseitigen, hat der Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) mit der Überplanung dieses Straßenzuges von der Bramfelder Straße bis zur Pappelallee begonnen. Durch eine ganzheitliche Betrachtung des Straßenquerschnittes soll eine Verbesserung für alle Verkehrsteilnehmer erreicht werden - egal ob sie zu Fuß, mit dem Rad mit dem Bus oder mit dem Auto unterwegs sind. Außerdem können Unfallschwerpunkte beseitigt werden.

Derzeit ist in der Krausestraße nur ein sehr schmaler Bereich für Fußgänger vorhanden. Auf der Fahrbahn besteht für den Kfz-Verkehr eine große Unsicherheit durch die „unechte Vierspurigkeit“. Einen separaten Radweg oder Radfahrstreifen gibt es nicht, die Radfahrer teilen sich mit dem Kfz-Verkehr im Mischverkehr die Fahrbahn. Weil sich viele Radfahrer dadurch gefährdet fühlen, nutzen sie den sowieso schon schmalen Fußgängerweg mit. In der Mühlenstraße, der Brauhausstraße und der Hammer Straße sind zwar Radverkehrsanlagen vorhanden, jedoch teilweise in sehr schlechtem Zustand und in nicht ausreichender Breite.

Öffentlichkeitsbeteiligung

Der Straßenzug erstreckt sich über rund 2,2 km und befindet sich in den Bezirken Wandsbek und Hamburg-Nord. Für die Planung des Radverkehrs wichtig sind die im Planungsbereich verlaufenden Velorouten, Freizeitrouten und Bezirksrouten. Außerdem verkehren verschiedene Buslinien auf dem Abschnitt und parallel verlaufen S-Bahn-Linien. Die S-Bahn-Stationen Friedrichsberg und Wandsbeker Chaussee liegen an Kreuzungen des Straßenzuges.

Die Planung soll gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern vor Ort erstellt werden. Die erkannten und gefühlten Defizite und ggf. bislang nicht bekannte Konflikte sollen aufgedeckt und - soweit rechtlich, technisch und finanziell machbar - aufgelöst werden. Auch soll Verständnis für die unterschiedlichen Ansprüche der verschiedenen Verkehrsteilnehmer und planerische bzw. technische Machbarkeit geweckt werden.

Für die Durchführung der Bürgerbeteiligung hat der LSBG ein Konzept bestehend aus sechs Phasen entwickelt. Die Öffentlichkeit hat verschiedene Möglichkeiten, um Ideen, Anliegen, Hinweise, Wünsche und Vorschläge einzubringen.

1) Bezirklicher Ausschuss

Der LSBG hat das Projekt in den bezirklichen Ausschüssen vorgestellt.
12.10.2015 Bezirk Hamburg-Nord
20.01.2016 Bezirk Wandsbek      

2) Auftakttermin für die Öffentlichkeit

Termin: Mittwoch, 27. Januar 2016 18:00 Uhr
Ort: Aula der Stadtteilschule Barmbek, Fraenkelstraße 3, 22307 Hamburg

Bei dem Auftakttermin für die Öffentlichkeit sind Bestandspläne der heutigen Situation ausgestellt worden (s. Download-Bereich am Ende der Seite). Außerdem haben die zuständigen Planerinnen die Grundlagenanalyse vorgestellt, Planungsziele erläutert und auf die unveränderlichen Randbedingungen hingewiesen. Im Anschluss daran konnten Anregungen, Probleme und Wünsche diskutiert werden. Außerdem wurde das weitere Vorgehen bis zur Fertigstellung erläutert und alle Ansprechpersonen vorgestellt.

In der Präsentation zum Auftakttermin für die Öffentlichkeit vom 27. Januar 2016 (s. Download-Bereich am Ende der Seite) finden Sie eine zusammenfassende Darstellung des Ist-Zustandes in der Krausestraße und der Brauhausstraße sowie verschiedene Straßenquerschnitte, die zukünftig möglich wären. Unterschieden wird dabei zwischen „Bordstein erhalten“ und „Querschnitt erhalten“, was Umfang und Ergebnis der Maßnahme hauptsächlich beeinflusst.

Anhand des Protokolls des Auftakttermins (s. Download-Bereich am Ende der Seite) können Sie sich über den Verlauf der Veranstaltung umfassender informieren.

Mit der „Machen Sie mit“-Abfrage konnten die Anwesenden mitteilen, was ihrer Meinung nach bleiben soll, was zukünftig besser werden soll und was für konkrete Ideen sie dafür haben. Die Auswertung der Abfrage und den „Machen Sie mit“-Zettel können Sie ebenfalls dem Downloadbereich am Ende der Seite entnehmen.

3) Planungswerkstatt des LSBG für die Öffentlichkeit

Termin: Mittwoch, 25. Mai 2016
Uhrzeit: 18:00 Uhr Einführung in das Projekt für "Neueinsteiger", 19:00 Uhr Planungswerkstatt
Ort: Stadtteilschule Barmbek, Krausestraße 53, 22049 Hamburg

Die Planungsvarianten, die auf Grundlage der Informationen aus dem Auftakttermin entwickelt wurden, sind während dieser Veranstaltung der Öffentlichkeit vorgestellt und diskutiert worden.

Anhand der Präsentationen, Protokolle, Auswertungen und Pläne zur 2. Veranstaltung (s. Download-Bereich am Ende der Seite) können Sie sich über den Verlauf der Planungswerkstatt umfassender informieren.

4) Erste Verschickung

Die Planerinnen und Planer des LSBG haben die Varianten bewertet und Anregungen und Kritik aus der Planungswerkstatt in die Bearbeitung aufgenommen. Im Sommer 2016 erfolgte die 1. Verschickung an die planungsbegleitenden Träger öffentlicher Belange (TÖB). Die TÖB haben Stellungnahmen mit Anforderungen aus ihren Zuständigkeitsbereichen abgegeben.

Für eine optimale Straßenplanung benötigen wir zusätzliche private und öffentliche Flächen, da die vorhandenen Straßenverkehrsflächen nicht ausreichend sind. Für den Erwerb dieser Flächen wurde beim Landesbetrieb für Immobilienmanagement und Grundvermögen (LIG) ein Grunderwerbsverfahren angeschoben, von dem das weitere Planungsverfahren abhängt.

5) Vorstellung der Ergebnisse für die Öffentlichkeit

Termin: abhängig vom Grunderwerbsverfahren

Veranstaltungsort, Datum und Uhrzeit werden noch bekannt gegeben.

Das Ergebnis aus dem Planungsprozess wird der Öffentlichkeit vorgestellt und es besteht erneut die Möglichkeit, die Planung zu kommentieren.

6) Schlussverschickung

Nach Eingang und Einarbeitung aller Stellungnahmen und Fertigstellung der Planung erfolgt abhängig vom Grunderwerbsverfahren die Schlussverschickung an alle planungsbeteiligten TÖB.

Die Straßenbaubehörde muss die unterschiedlichen Interessen abwägen. Es können nicht alle Wünsche berücksichtigt werden, insbesondere wenn Interessen sich widersprechen.

Im Anschluss an die Schlussverschickung und in Abhängigkeit angrenzender zu koordinierender Straßenbaustellen würde 2019 dann die Leitungslegung erfolgen und 2020 der Straßenbau stattfinden.

2021 gilt dann: Freie Fahrt für alle!

Ansprechperson:

Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer
Sina Wallstabe (Projektingenieurin)
Telefon: +49 40 428 26-22 19
E-Mail: sina.wallstabe@lsbg.hamburg.de

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