Fragen und Antworten zu Straßenbaustellen

Antworten auf häufig gestellte Fragen zu Straßenbaustellen haben wir hier für Sie zusammengestellt.

LSBG - Straßenbaustellen - Fragen & Antworten - Hamburg - FHH

 

1. Wieso gibt es im Moment so viele Baustellen?
Neben Fahrbahnsanierungen und Brückenerneuerungen führen auch Arbeiten der Leitungsträger (Wasser, Abwasser, Strom, Fernwärme, Telefon u.a.) und das Busbeschleunigungsprogramm zu Baustellen. Aktuell wird verstärkt darauf Wert gelegt, die vorhandene Infrastruktur fachgerecht zu erhalten. Dementsprechend sind die finanziellen Möglichkeiten dazu aufgestockt worden. Dieses Geld wird nun in die Sanierung des Straßennetzes investiert.
Insgesamt gibt es im Hamburger Straßennetz jedes Jahr etwa 20.000 Baustellen, davon über 3.000 im Netz der Hauptverkehrsstraßen und Bundesfernstraßen. Nur rund ein Drittel entfällt auf die eigentlichen Straßenbaumaßnahmen, der Rest im Wesentlichen auf Arbeiten der Leitungsträger.

2. Wieso bauen Sie ausgerechnet auf meiner Fahrstrecke so viel?
Wann welche Baumaßnahme umgesetzt wird, ist das Ergebnis vieler Abstimmungen und einer übergeordneten Prioritätensetzung, bei denen z.B. der Straßenzustand und die verkehrliche Bedeutung einer Straße einfließen. Sollten Sie auf Ihrer regelmäßigen Strecke besonders von Baustellen betroffen sein, ist das sicherlich kein böser Wille Ihnen gegenüber. Zudem können Sie sich freuen, demnächst auf frisch sanierten Abschnitten Ihre Wege verrichten zu können. Soweit erforderlich, werden an Baustellen Umleitungen ausgeschildert oder es wird auf Ausweichrouten hingewiesen, so dass jedes Ziel weiterhin erreicht werden kann. Im Übrigen bietet das Hamburger Stadtstraßennetz vielfältige Ausweichmöglichkeiten für temporäre Störungen.

3. Warum bauen Sie nicht verstärkt in der Nacht und am Wochenende?
Um den Verkehr so wenig wie möglich zu behindern, wird – soweit möglich – außerhalb des Berufsverkehrs sowie oftmals an Wochenenden, Feiertagen oder nachts gearbeitet. Dies gilt insbesondere für Kurzbaustellen, Vollsperrungen sowie das Auf- und Abbauen einer Baustelle.
Der Feiertags- und Nachtarbeit stehen aber teilweise gesetzliche Regelungen zur Arbeitszeit und des Immissionsschutzes, also zum berechtigten Interesse der Anwohnerinnen und Anwohnern an Lärmschutz, oder die Witterung entgegen. Daher wird in jedem Einzelfall untersucht, in welchem Umfang außerhalb der üblichen Arbeitszeiten an den Straßen gearbeitet werden kann.

4. Warum bauen Sie ausgerechnet in der Ferienzeit?
Während der Ferien sind weniger Autofahrer in der Stadt unterwegs. Baustellen auf Stadtstraßen werden daher häufig gezielt in den Hamburger Schulferien durchgeführt. Darüber hinaus sind immer mehr Veranstaltungen in der Stadt Hamburg (wie z.B. Hafengeburtstag, Marathon, Cyclassics, Bundesliga-Spiele usw.) bei der Planung von Baustellen zu berücksichtigen.
Auf den Autobahnen ist das Verkehrsaufkommen gerade in den Ferien etwas höher, so dass hier individuell nach den besten Zeiträumen für die Umsetzung einer Maßnahme gesucht wird. Dabei sind dann wegen des Reiseverkehrs auch die Ferienzeiten anderer Bundesländer und natürlich deren Baumaßnahmen zu berücksichtigen.

5. Warum koordiniert die Stadt die Baustellen nicht besser? Die Baustellenkoordinierungsstelle (KOST) ist Teil der Stabstelle Verkehrsflussverbesserung im Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer. Sie hat das Ziel, zeitgleiche Baustellen z. B. auf wichtigen Hauptverkehrsstraßen so zu koordinieren, dass gegenseitige Beeinträchtigungen des Verkehrs soweit wie möglich vermieden werden. Diese Koordinierungstätigkeit ist keine Staufrei-Garantie, der Gesamt-Überblick hilft aber dabei, die naturgemäßen Auswirkungen des Baugeschehens weitgehend einzugrenzen. Als Konsequenz der erhöhten Bautätigkeit ist die Koordinierungsstelle personell und technisch aufgestockt worden.

6. Warum ist auf Ihren Baustellen niemand zu sehen?
Wenn auf einer Baustelle kein Bauarbeiter zu sehen ist, heißt das nicht, dass dort nichts passiert. Einige Bauabläufe erfolgen nicht unter offensichtlicher Betriebsamkeit. So finden Brückenbauarbeiten oft unterhalb der Brücke statt, Baustoffe wie Beton oder Asphalt benötigen gewisse Zeiten zum Aushärten oder Abkühlen, und manchmal steckt auch die Baustellenlogistik, also der Lieferverkehr, schlicht und einfach im Stau – und dieser hat kaum eine Chance auf eine Ausweichstrecke.
Schließlich ist Bauen unter freiem Himmel immer witterungsabhängig, so dass schlechtes Wetter manchen Bautätigkeiten einen Strich durch die Rechnung machen kann.

7. Sollte man nicht mehr über Baustellen informieren?
Wir informieren die Öffentlichkeit grundsätzlich durch Pressemitteilungen der BWVI über unsere Baumaßnahmen und die betroffenen Anlieger direkt durch Postwurfsendungen sowie Hinweisschilder vor Ort. Und wir bauen unser Informationsangebot aus: Die aktuellen Anliegerinformationen und weiterführende Projektinformationen sind auch auf unserer Homepage zu finden.

8. Warum werden Baustellen oft kurzfristig eingerichtet?
Grundsätzlich werden Baumaßnahmen im Voraus geplant und rechtzeitig angekündigt. Entsteht allerdings durch Schäden an der Fahrbahn oder an Bauwerken wie Brücken oder Tunneln eine akute Gefährdung der Verkehrssicherheit, kann es durch kurzfristig angesetzte Instandsetzungsarbeiten (Notmaßnahmen) zu Einschränkungen kommen.

9. Warum dauern Baustellen so lange?
Um möglichst wenig in den Verkehr einzugreifen und Vollsperrungen zu vermeiden, können viele Baumaßnahmen nur in einzelnen Teil- Abschnitten bei laufendem Verkehr durchgeführt werden. So werden oft nur einzelne Fahrstreifen gesperrt, damit der Verkehr noch fließen kann, wenn auch eingeschränkt. Dies hat allerdings zur Folge, dass die Bauarbeiten insgesamt länger dauern. Alternativ dazu kann unter Vollsperrung gebaut werden, sofern geeignete Ausweichrouten zur Verfügung stehen. Auch in dieser Hinsicht wird jeder Einzelfall untersucht und eine abgewogene Entscheidung getroffen.

10. Was sollte der Autofahrer an einer Baustelle beachten?
Zu Ihrer eigenen Sicherheit und die der Arbeiter auf der Baustelle bitten wir darum, die Verkehrsregelungen und insbesondere die Geschwindigkeitsbeschränkung im Baustellenbereich zu beachten und ggf. ausgeschilderte Ausweichstrecken zu benutzen. Und sollten Sie dann doch einmal etwas länger im Stau stehen, sei Ihnen versichert: Es wird daran gearbeitet, dass Sie diesen Weg auch zukünftig sicher, bequem und ohne Störungen zurücklegen können.