Uhlenhorst: Grundinstandsetzung der Grillparzerbrücke

Der LSBG wird ab 21. September die in Uhlenhorst gelegene, denkmalgeschützte Grillparzerbrücke sanieren. Hierfür muss sie voll gesperrt werden. Die 1893 errichtete Fachwerkbogenbrücke führt die Straße Am Langenzug über den Hofwegkanal. Der LSBG erneuert die Grillparzerbrücke unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes bis Sommer 2018.

Uhlenhorst: Grundinstandsetzung der Grillparzerbrücke

 

An den Geländern sind zahlreiche „Liebesschlösser“ angebracht. Wer sein Schloss erhalten möchte, kann es noch bis zum Baubeginn entfernen. 

Die bisher geltende Einbahnstraßenregelung in der Straße Am Langenzug wird von der Kreuzung Marienterrasse bis zur Brücke aufgehoben. Die Straße wird zur Sackgasse. Gleichzeitig wird die Zufahrt zur Straße Am Langenzug über den Hofweg voll gesperrt. Der Kfz-Verkehr sowie die Fußgänger und Radfahrer werden über die benachbarten Straßen Hofweg, Fährhausstraße und Marienterrasse umgeleitet.

Aufgrund der beengten Platzverhältnisse muss der Fußweg im Hofweg als Baustelleneinrichtungsfläche dienen. Deshalb wird während der Bauzeit der Radfahrstreifen als Gehwegfläche ausgewiesen und zur Straße hin mit Absperrschranken abgesichert. Die Radfahrer werden hier auf die Fahrbahn geleitet. Die Stadtradstation auf dem Hofweg bleibt uneingeschränkt nutzbar. Der Hofwegkanal bleibt während der Brückenarbeiten für den Schiffsverkehr befahrbar.

Hintergrund Grillparzerbrücke:

Es handelt sich um eine 8,40 Meter lange und 12 Meter breite Fachwerkbogenbrücke mit aufgeständerter Fahrbahn. Im Rahmen der regelmäßig durchzuführenden Bauwerksprüfung wurden Schäden an der tragenden Konstruktion des Brückenbauwerks festgestellt. Insbesondere die Widerlager und die sogenannten Flügelwände sind durch die jahrzehntelange Nutzung verschlissen. Deshalb muss das Bauwerk unter Berücksichtigung denkmalpflegerischer Gesichtspunkte erneuert werden.

Der aus den stählernen Fachwerkträgern bestehende Überbau der Grillparzerbrücke sowie die Betonfahrbahnplatte werden vollständig abgebrochen. Um die Ansicht der Brücke nur geringfügig zu verändern, werden jeweils zwei der vorhandenen Fachwerkträger saniert und im Gehwegbereich unter der künftigen Brücke wieder eingebaut. Die vorhandenen Geländer werden ebenfalls ausgebaut, saniert und wieder eingebaut.

Die Ansichtsflächen der Widerlager, Flügelwände und Erker aus Naturstein sowie die des Widerlagerkopfs aus Klinkermauerwerk werden gereinigt, instandgesetzt und durch eine Beschichtung geschützt. Für den Bauzustand müssen aus Standsicherheitsgründen die Widerlager rückseitig bis etwa zur halben Höhe freigelegt werden.