Hamburger Brücken im Porträt

Im Folgenden finden Sie Informationen zu ausgewählten Hamburger Brücken. Die Liste der Bauwerke wird zukünftig ergänzt.

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Trostbrücke

vergrößern Trostbrücke (Bild: LSBG) Die erste Brücke an dieser Stelle wurde ca. 1200 n. Chr. aus Holz gebaut. Sie war die älteste Brücke Hamburgs und verband die ehemals bischöfliche Altstadt rund um den Bereich Dom und Petrikirche mit der gräflichen Neustadt. Seit mindestens 1480 bestand die Trostbrücke zumindest in Teilen aus Stein. 1686 wurde die Brücke komplett neu aus Stein errichtet. 1731 stürzte der mittlere Brückenbogen ein und musste neu gebaut werden. 1764/1765 wurde die Brücke erneut repariert.

Durch den großen Brand im Jahr 1842 wurde die steinerne Trostbrücke erheblich beschädigt. Sie wurde zunächst provisorisch repariert, erlitt aber durch die schweren Sturmfluten von 1843 und 1847 so starke Schäden, dass sie abgerissen werden musste. Als Übergangslösung wurde eine Holzbrücke gebaut, die die Verkehrsverbindung zwischen den Kirschspielen St. Petri und St. Nikolai sicherstellen sollte. Die neue Steinbrücke wurde dann erst 1881 gebaut.

Das heutige Bauwerk, eine steinerne Gewölbebrücke, wurde 1883 fertiggestellt. Sie ist mit Klinkern und Granitsteinen verkleidet. Sie wird seit 1891 von lebensgroßen Standbildern des Heiligen Ansgar (ab 834 Bischof von Hamburg) und des Grafen Adolf III. von Schauenburg (Gründer der Neustadt) flankiert. Sie stammen von dem Hamburger Bildhauer Engelbert Pfeiffer.

Die Trostbrücke ist 15,76 m lang und 12 m breit.

Lombardsbrücke

vergrößern Lombardsbrücke (Bild: LSBG) Die Lombardsbrücke wurde 1886 als Ersatz für die 1626 errichtete Alsterbrücke gebaut. Benannt ist die Brücke nach dem Lombard genannten Pfandleihhaus, das von 1651 bis 1827 hier auf den Wallanlagen gestanden hat. Aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens musste die hölzerne Brücke häufig repariert werden. 1827 wurde die Brücke komplett neu gebaut – auch dieses Mal aus Holz.

Die Holzbrücke wurde 1865-1868 beim Bau der Verbindungsbahn von Hamburg nach Altona durch eine Steinkonstruktion ersetzt, die etwa 50 m weiter östlich der alten Brücke gebaut wurde. Seitdem dient die Lombardsbrücke als Straßen- und Eisenbahnbrücke. Die 1868 fertiggestellte Brücke hatte eine Gesamtbreite von 31,81 m.

1901-1902 wurde die Lombardsbrücke im Zuge des viergleisigen Ausbaus der Bahnstrecke Hamburg-Altona um 15,64 m verbreitert. heute ist sie somit 63,34 m lang und 47,84 m breit. 

Kennedybrücke

vergrößern Kennedybrücke (Bild: LSBG) Diese Brücke wurde 1952-1953 als Neue Lombardsbrücke gebaut, da die südlich gelegene alte Lombardsbrücke den gestiegenen Straßenverkehr nicht mehr bewältigen konnte. Sie ist die erste Spannbetonbrücke Hamburgs.

1966 wurde die Brücke zu Ehren von John F. Kennedy, nach seiner Ermordung im Jahr 1963 in Dallas, Texas, in Kennedybrücke umbenannt. Auf ihr kann man ein Stück lang auf dem 10. östlichen Längengrad entlanggehen – er ist durch einen in den Fußweg eingelassenen Messingstreifen gekennzeichnet.

Die Kennedybrücke ist 94,20 m lang und 27,02 m breit.

Eppendorfer Brücke

vergrößern Eppendorfer Brücke (Bild: LSBG) Die Brücke wurde 1928 errichtet und verbindet die Stadtteile Harvestehude und Eppendorf. Sie wurde von Fritz Schumacher entworfen und steht unter Denkmalschutz. Die Eppendorfer Brücke ist flächig mit Klinkern verblendet, ruht auf Granitsockeln und hat ein schmiedeeisernes Geländer, das mit bunten Fischen verziert ist.

Die Eppendorfer Brücke ist 21,10 m lang und 22,93 m breit.

Heiligengeistbrücke

vergrößern Heiligengeistbrücke (Bild: LSBG) Die Heiligengeistbrücke über das Alsterfleet wurde 1883 bis 1885 nach Entwürfen von Franz Andreas Meyer erbaut. Über sie führte früher die Pferdebahnlinie nach Altona. Mit ihren lang geschwungenen Bögen gehört sie zu den klassischen Steinbrücken in Hamburg. Ihren Namen hat sie vom Heiligengeisthospital, das östlich der Brücke angesiedelt war.

Die Heiligengeistbrücke ist 40,19 m lang und 17 m breit.  

Schleusenbrücke

vergrößern Schleusenbrücke (Bild: LSBG) Die Schleusenbrücke über der Rathausschleuse wurde 1846 eingeweiht. Die Straßenbrücke ermöglichte die Verbindung der Poststraße mit dem zukünftigen Rathausmarkt. Die vom damaligen Bauinspektor Johann Hermann Maack entworfene Brücke hatte drei Brückenbogengewölbe. Sie war rd. 35 m lang und zwischen den Granitgeländern 11,46 m breit. In der Mitte des darunter liegenden Schleusenbauwerkes befand sich die 5,30 m weite Schleusenkammer, links und rechts daneben Freigerinne zur Regulierung des Wasserstandes.

1889 wurde die Brücke um 5,16 m verbreitert und erhielt ein Stahlgeländer. So konnte die Fahrbahn auf der Brücke verbreitert werden. 1890/1891 wurde das südöstliche Freigerinne zu einer zweiten Schifffahrtskammer umgebaut, um den steigenden Schiffsverkehr abwickeln zu können.

Der Bau der City-S-Bahn erforderte einen Umbau der Schleuse und der Brücke in den Jahren 1969-1973. Die Schleusenbrücke wurde als Stahlbrücke mit neuen Abmessungen neu gebaut. Sie ist nun 30,20 m lang und 21,90 m breit. Seit der Neugestaltung des Rathausmarktes 1982 dient die Brücke als Fußgängerbrücke.

Winterhuder Brücke

vergrößern Winterhuder Brücke (Bild: LSBG) Seit 1877 stand hier eine ursprünglich klapprige Holzbrücke, die ausschließlich für Personen und nicht für Fuhrwerke/Fahrzeuge freigegeben war. 1918-1921 wurde die heutige Stahl-Bogenbrücke gebaut.

Die Winterhuder Brücke ist 27,10 m lang und 20 m breit.

Fernsichtbrücke

vergrößern Fernsichtbrücke (Bild: LSBG) Die Brücke über den Rondeelkanal ist nach der Straße "Fernsicht" benannt. Sie wurde 1927/28 von Fritz Schumacher errichtet. Sie ist mit Klinkern verblendet, ruht auf Granitsockeln und hat mit ihren Korbbögen eine niedrige Konstruktionshöhe.

Die Fernsichtbrücke ist 23,27 m lang und 20,16 m breit.

Krugkoppelbrücke

vergrößern Krugkoppelbrücke (Bild: LSBG) Die erste Brücke an der Krugkoppel wurde 1892 als Holzkonstruktion errichtet und 1927/28 durch die heute noch existierende mit Klinker verblendete Stahlbetonbrücke ersetzt. Die Krugkoppelbrücke ist die letzte Brücke über den Alsterlauf vor Beginn der Außenalster.

Die Krugkoppelbrücke ist 50,10 m lang und 20,18 m breit.  

Feenteichbrücke

vergrößern Feenteichbrücke (Bild: LSBG) Benannt ist die Brücke nach dem Wegnamen "Am Feenteich". Seit 1861 stand hier eine Holzbrücke. 1884 wurde sie als Steinkonstruktion neu errichtet. Teilweise wurden dabei ehemalige Bauteile der zur gleichen Zeit im Hafengebiet abgerissenen Kornhausbrücke und Brooksbrücke verwendet.

Die Feenteichbrücke ist 7 m lang und 15,60 m breit.

Kibbelstegbrücke

vergrößern Kibbelstegbrücke (Bild: LSBG) Bereits um 1885 gab es eine Brücke für Fußgänger und Pferdefuhrwerke über das Brookfleet, doch wurde sie im 2. Weltkrieg zerstört. Die heutige Kibbelstegbrücke wurde 2002 gebaut. Die Fußgängerbrücke dient als Fluchtweg aus der HafenCity bzw. der Speicherstadt bei Sturmflut.

Die Kibbelstegbrücke ist 8,38 m lang und 15 m breit.