Bau der Fußgängerunterführung Messezugang Sternschanze

Zur Verbesserung der Infrastruktur im Bereich der Haltestelle Sternschanze hat der LSBG in den Jahren 2013 bis 2015 eine neue Fußgängerunterführung unter den Gleisanlagen der S- und Fernbahn gebaut. Sie verbindet den Sternschanzenpark nördlich der Gleise mit dem Messegelände und dem Karolinenviertel südlich der Gleise. Die gesamte Bauzeit war in zwei Abschnitte aufgeteilt. Der erste Abschnitt lief von Januar 2013 bis März 2013, der zweite Abschnitt von März 2014 bis November 2015. Bis Juni 2016 folgte dann noch der Umbau des Hochbahngebäudes.

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LSBG - Bau der Fußgängerunterführung Messezugang Sternschanze - Hamburg - FHH

Der im Jahr 1901 hergestellte Verbindungsweg von der U-Bahn zur S-Bahn Haltestelle (und vor dem zweiten Weltkrieg auch zur Fernbahn) wurde im Jahr 2006 im Rahmen der Messeerweiterung durch die Hamburg Messe und Congress GmbH als „provisorischer Messezugang“ unter den Gleisen nach Süden verlängert. Somit entstand ein Weg, der erstmalig die Station Sternschanze unmittelbar mit dem Messeeingang West verband. Für diesen provisorischen Verbindungsweg gab es nur eine beschränkte Nutzungsdauer und er war nur für den Zugang zur Hamburger Messe vorgesehen.

Der ehemalige Verbindungsweg von U- und S-Bahn mit einer lichten Höhe von ca. 2,40 Metern und einer lichten Breite von ca. 4,00 Metern sowie die provisorische Verlängerung nach Süden wurden bereits mit Beginn des zweiten Bauabschnitts abgebrochen. Der LSBG ersetzte sie durch einen Neubau mit einer lichten Höhe von rd. 2,80 Metern und einer lichten Breite von rd. 6,50 Metern.

Im Jahr 2013 baute der LSBG in Sperrpausen der DB AG Gleishilfsbrücken für die Züge der S- und Fernbahnen ein. Der Einbau von Gleishilfsbrücken war Voraussetzung für den Bau der Unterführung unter den Gleisen. Das Bauwerk wurde damit unter dem laufenden Eisenbahnbetrieb (dem rollenden Rad) erstellt.

Im März 2014 starteten die Arbeiten zur Herstellung der Unterführung. Während der Bauarbeiten konnte der alte östliche Zugang zur S-Bahn nicht mehr genutzt werden. Der östliche Zugang zur S-Bahnstation und die unmittelbare Umsteigemöglichkeit von U- und S-Bahn mussten für die Reisenden gewährleistet werden. Zu diesem Zweck errichtete der LSBG im Sommer 2014 Treppentürme, die durch eine Fußgängerbrücke über ein Gleis der S-Bahn zu einer Behelfsbrücke für die Reisenden verbunden wurden. Anschließend konnten unter den Gleisen die alten Zugangsanlagen abgebrochen werden, um dann mit dem Bau der neuen Unterführung zu beginnen.

Die neue Stahlbeton-Rahmenkonstruktion zur Überführung der Eisenbahnen stellte der LSBG in zwei Teilen her. Der südliche Teil wurde außerhalb des Gleisbereiches betoniert. Anschließend wurde das Stahlbetonbauteil mit einem Gewicht von rd. 740 Tonnen mittels hydraulischen Zugvorrichtungen unter die Gleise gezogen. Der nördliche Teil der Unterführung wurde örtlich unter laufendem Eisenbahnbetrieb  betoniert. Nachdem die Stahlbetonkonstruktion unter den Gleisanlagen fertiggestellt war, konnten die Rampenkonstruktionen unabhängig vom Eisenbahnbetrieb hergestellt werden.

Zeitgleich mit den Arbeiten an der neuen Unterführung musste sichergestellt werden, dass der neu entstandene Weg auch entsprechend gewidmet und an die öffentlichen Wege angeschlossen wird. Im Süden wurde durch das Bezirksamt Hamburg-Mitte ein Verbindungsweg von der neuen Unterführung zum Messeeingang West und zur Lagerstraße geplant und gebaut. Im Norden verläuft die Straße Sternschanze so nah, dass die Unterführung mit einer Rampen- und Treppenanlage direkt anschließen kann.