Laufende Lärmschutzprojekte des LSBG an Bundesfernstraßen

LSBG - Lärmschutzprojekte - Bundesfernstraßen - Hamburg - FHH

Ergänzender Lärmschutz an der A23

Die Lärmschutzanlage an der A 23 soll im Bereich des Autobahndreiecks HH-Nordwest bis Landesgrenze Schleswig-Holstein auf 2,6 Kilometern Länge verbessert und ergänzt werden.

vergrößern Die Ergänzung des Lärmschutzes an der A 23 besteht aus verschiedenen Teilmaßnahmen Die Ergänzung des Lärmschutzes an der A 23 besteht aus verschiedenen Teilmaßnahmen (Bild: LSBG) Auf dem ehemaligen Gärtnereigelände östlich des Hörgenswegs soll für die geplante Wohnbebauung eine neue rund 370 Meter lange und sieben Meter hohe Lärmschutzwand gebaut werden. Östlich der Holsteiner Chaussee wird die vorhandene rund 670 Meter lange und fünf Meter hohe Wand an der A 23 durch eine acht Meter hohe Lärmschutzwand ersetzt. Die erhöhte Wand ist dann genau so hoch wie die anschließende neue Wand, die im Zuge des A7-Ausbaus gebaut wird.

Die Realisierung der Lärmschutzwände soll nach Vorliegen des Planfeststellungsbeschlusses voraussichtlich 2018 beginnen.

An 217 Gebäuden nördlich und südlich der A 23 werden zusätzlich Lärmschutzmaßnahmen empfohlen. Diese Lärmschutzmaßnahmen an den Gebäuden, z.B. der Einbau von Lärmschutzfenstern, Lärmschutzlüftern etc., können nach Planfeststellungsbeschluss parallel zu den Baumaßnahmen an der Autobahn durchgeführt werden. Die Umsetzung der Lärmschutzmaßnahmen an den Gebäuden erfolgt, nach Antrag beim Bezirksamt, durch den Eigentümer. Die Kostenerstattung richtet sich nach dem Einzelfall und kann bis zu 100 Prozent betragen.

Schließlich wird durch den Einbau von lärmminderndem Asphalt auf der gesamten Strecke der A 23 westlich des Autobahndreiecks HH-Nordwest bis zur Landesgrenze Schleswig-Holstein der ergänzende Lärmschutz vollendet. Der Einbau des lärmmindernden Asphalts wird im Rahmen einer Grundinstandsetzung der Autobahn durchgeführt. Wegen der erheblichen Verkehrseinschränkungen muss die Umsetzung eng mit dem Baufortschritt der Großmaßnahmen auf der A 7 abgestimmt werden und kann nicht vor 2019/2020 erfolgen.

Die Kosten der Gesamtbaumaßnahme betragen ca. 7,4 Millionen Euro. Davon trägt die Freie und Hansestadt Hamburg für die neue Lärmschutzwand im Bereich der geplanten Wohnbebauung einen Anteil von ca. 600.000 Euro, der andere Teil wird von der Bundesrepublik Deutschland finanziert.

A1, Lärmschutz Am Weidengrund / Jenerseitedeich /  Siedenfelder Weg

Die A1 wurde im Jahr 1939 für den Verkehr freigegeben und im Jahre 1966 von 4 auf 6 Fahrstreifen ausgebaut. Lärmschutzmaßnahmen waren damals nicht vorgesehen.

Östlich der A1 liegt in ca. 150 m Entfernung die geschlossene Wohnbebauung „Am Weidengrund“. Zusätzlich finden sich entlang der Straße „Jenerseitedeich“ und „Siedenfelder Weg“ weitere Wohnhäuser in Streulage. Die Wohnbebauung ist dem Verkehrslärm der A1 bisher ungeschützt ausgesetzt.

In der Vergangenheit hat es zahlreiche Anträge betroffener Bürger, bezirklicher Gremien und aus dem politischen Raum auf Überprüfung und Verbesserung des Lärmschutzes gegeben. Vor diesem Hintergrund wird vom LSBG die Lärmproblematik im Bereich der Bebauungen Jenerseitedeich / Am Weidengrund / Siedenfelder Weg überprüft und ein Lärmschutzkonzept entwickelt.

Lärmsanierungsprogramm für Hamburger Bundesfernstraßen

Für weitere ausgewählte Abschnitte von Autobahnen und Bundesstraßen in Hamburg wurde im Rahmen eines Lärmsanierungsprogramms überprüft, ob die relevanten Auslösewerte für die Lärmsanierung überschritten werden und diese Abschnitte somit für eine Lärmsanierung in Betracht kommen.

Die ausgewählten Abschnitte wurden anhand von Bewertungskriterien in eine Rangfolge hinsichtlich der Dringlichkeit von Lärmschutzmaßnahmen für die jeweiligen Straßenabschnitte gebracht. Die Rangfolge ergibt sich aus dem Verhältnis der für eine Lärmsanierung aufzuwendenden Haushaltsmittel zum Nutzen der Maßnahme für die Bevölkerung.

Die Kriterien für den Nutzen umfassen dabei Aspekte der Wirtschaftlichkeit (Kosten aktiver zu passiver Lärmschutz – Erläuterungen siehe FAQ), die Höhe der Überschreitungen der Auslösewerte sowie die Anzahl der betroffenen Wohneinheiten und des Lästigkeitsaspekts in Anlehnung an die Richtlinien für den Verkehrslärmschutz an Bundesfernstraßen in der Baulast des Bundes (VLärmSchR 97).